Canon EOS RP – erster Eindruck

Canon EOS RP – erster Eindruck

Canon Eos RP Ruben Schäfer Fotograf Remagen Fotoworkshops Bonn

Der Vollformat-Preisknaller Canon EOS RP

Eine kleine, leichte und praktische Vollformat-Kamera: Was vielleicht wie ein Widerspruch klingt, verwirklicht Canon jetzt mit der neuen Canon EOS RP. Sie ist die zweite Vertreterin des neuen Canon-Systems und richtet sich an Vollformat-Einsteiger, Reise- Landschafts- und Porträtfotografen. Das merkt man insbesondere am Preis, der sie zu günstigsten spiegellosen Vollformatkamera der aktuellen Generation macht – mit Abstand.

Dafür ist das Gehäuse nun aus Kunststoff, was sich aber auch in einem niedrigen Gewicht ausdrückt. Die Ergonomie ist, wie von Canon gewohnt, gelungen. Verglichen mit der EOS R fehlt das obere Display, auch die umstrittene Touchbar hat es nicht geschafft. Das beliebte dreh- und schwenkbare Display bleibt, was insbesondere Videografen freuen wird, wie auch der Kopfhörer-Anschluss. Einen internen Blitz gibt es nicht.

Canon EOS RP: Die Innereien

Die Canon EOS RP ist im Inneren eng mit der Canon EOS 6D Mark II verwandt, es kommt unter anderem der 26,2 Megapixel-Chip zum Einsatz. Der fiel im damaligen Test mit gutem Rauschverhalten bei hohem ISO, aber auch mäßigem Dynamikumfang auf. Ob Canon hier nachgebessert hat werden schon bald erste Labortests zeigen. Die maximale ISO Empfindlichkeit von 40.000 – erweiterbar auf bis zu ISO 102.400 – ist optimal für Aufnahmen bei wenig Licht.

Fotograf Ruben Schäfer Remagen
Klein und kompakt – eine der kleinsten Spiegellosen

Auch hier gibt es den aus der EOS R bekannten Low-Light AF, selbst bei LW -5 stellt die Kamera scharf. Das Dual Pixel CMOS AF System bietet laut Canon einen schnellen Autofokus von 0,05 Sekunden. Durch bis zu 4.779 wählbaren AF-Positionen über einen großen abgedeckten Bildbereich von bis zu 88 Prozent x 100 Prozent lässt sich der AF-Punkt präzise platzieren.

Features der Canon EOS RP

Der elektronische Sucher (EVF) der EOS RP punktet mit 2,36 Millionen Bildpunkten und einer Bildfeldabdeckung von 100 Prozent. Durch Touch and Drag AF kann der Fokusbereich während des Blicks durch den Sucher mit einer einfachen Berührung des Touchscreen LCDs bestimmt werden. Für eindrucksvolle Porträts fokussiert die AF Augenerkennung kontinuierlich das Auge des Motivs – das kann die EOS R noch immer nicht. Ebenfalls erstaunlich: Während der Organspender 6D Mark II „nur“ Full HD mit 60 Bildern pro Sekunde filmt, kann die Canon EOS RP auch 4K aufnehmen, allerdings mit einem starken Crop und – was mich wirklich ärgert – ohne den genialen DualPixel AF, der bei Full AD arbeitet. Bei 4K kann nur der langsamere Kontrast-AF genutzt werden.

Der digitale Movie IS funktioniert dagegen auch bei 4K. Features wie HDR-Video und Intervall-Aufnahmen gehören natürlich ebenfalls zum Repertoire der Canon EOS RP. Was bleibt, sind Kleinigkeiten: So kostet der Batteriegriff für die neue Vollformatkamera nur 79 Euro. Und es gibt bald ein neues Objektiv, das RF 24-240mm f/4-6.3 IS USM – welches aber nicht als Kit erhältlich ist.

Canon EOS RP
Canon bringt in diesem Jahr alle wichtigen Objektive für Reportagefotografen. Good Job!

Meine Meinung: Geiz ist geil? Warum die Canon EOS RP Maßstäbe setzt

Eines ist klar: Wenn man die Leistungsdaten der Canon EOS RP betrachtet, gibt es wieder Gründe, unzufrieden zu sein. Keine zwei Speicherkartenslots, 4K ohne DPAF und mit Crop, die Wiederauferstehung des technologisch altbackenen Sensors aus der 6D Mark II. Und dennoch: Wer für 1.500 Euro in die Welt der Vollformat-Spiegellosen einsteigen will, ist hier goldrichtig. Denn dann kommst du über diese Punkte hinweg, dafür wirst du mit einem genialen Fokus, guter Bildqualität, top Konnektivität, Canon-typischer Zuverlässigkeit und genialen RF- und EF-Objektiven belohnt.

Die EOS RP kann man hier für unter 1499 Euro kaufen: Amazon

Wer eine kleine Kaufberatung haben möchte, kann sich übrigens mal meine Workshops ansehen 🙂

 

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