DJI Mavic Air im Test: Kompaktheit mit Schwächen

DJI Mavic Air test

Mit der DJI Mavic Air im Test schlägt der Hersteller die Brücke zwischen der kleinen Spark und der bewährten Mavic Pro. Die Mavic Air punktet dabei vor allem mit ihrer Größe. Zusammengefaltet passt sie problemlos in eine Jackentasche und wird damit zum idealen Begleiter für Wanderer und Naturfotografen. Aber auch insbesondere für Journalisten und Pressefotografen, die ein kleines und unauffälliges System suchen.

Die DJI Mavic Air im Test: Kompakt ist sie

Zum Vergleich: Die zusammengefaltete Mavic Pro ist etwa so groß wie ein Milchkarton. Die Mavic Air im Test ist um mehr als die Hälfte kleiner – fast so klein wie früher die Fernbedienung. Umso erstaunlicher, das DJI die Eckdaten der originalen Mavic trotz der Größe komplett übernehmen und sogar verbessern konnte: Es bleibt bei der DJI Mavic Air im Test 12 Megapixeln aus einem 1/2.3 Zoll-Sensor, auf Wunsch auch in DNG-RAW für mehr Bearbeitungsspielraum. Video zeichnet die neue auch in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde auf – mit einem deutlichen Sprung, statt 60MB/Sek sind nun 100MB/Sek möglich. Full HD geht jetzt auch mit 120 Bildern/Sekunde, was atemberaubende Zeitlupen aus der Luft ermöglicht.

Die DJI Mavic Air im Test ist deutlich kompakter als die alte Air-Drohne

Nicht nur Licht bei DJI

Etwas verschlechtert hat sich DJI indes in den Bereichen Akkulaufzeit (nur noch 21 statt 30 min) und Reichweite, die nun noch zwei Kilometer anstelle der bisherigen sieben verspricht. Was auf Hochzeiten allerdings ohnehin nicht besonders wichtig sein sollte. Dafür zeigt die DJI Mavic Air im Test, wie wichtig intelligente Computersysteme werden. Und auch, was damit heute schon geht: Auf Knopfdruck erstellt die Drohne perfekte Panoramas, fliegt im Halbkreis um einen Punkt und filmt eine beeindruckende Aufmacher-Sequenz oder folgt bis zu 16 Zielen vollautomatisch und mit einem Fingertipp. Zudem wurde die Hindernisserkennung verbessert: Blieben die Drohnen früher nur stehen, um nicht zu crashen, erkennt die Air Gegenstände und umfliegt sie einfach.

Die DJI Mavic Air im Praxis-Test

Alle diese Veränderungen konnten wir bereits testen und waren begeistert. Die gesteigerte Intelligenz merkt man deutlich, wie von DJI gewohnt funktioniert alles einfach und intuitiv. Auspacken und losfliegen, gerade für Einsteiger. Profis freuen sich über die neuen Hilfen aber ebenso wie über das noch schönere Video und die optisch leicht verbesserte Fotoqualität. Besonders überzeugt und beim DJI Mavic Air Test allerdings der 360°-Panoramamodus. So leicht war es mit einer Drohne noch nie, Rundumbilder zu erhalten, und das auch noch mit satten 32 Megapixeln. Die Bilder werden selbst zusammengebaut und als JPG gespeichert, wer das Ganze in RAW will, muss zwar Lightroom arbeiten lassen – bekommt es dann aber in DNG und mit bis zu 116 (!) Megapixeln.

Drohnenfoto

Auch so beeindruckende Panorama-Bilder lassen sich erstellen

Die Flugleistungen sind schlechter geworden

Die Flugleistungen entpuppten sich im Test allerdings als zweischneidiges Schwert. Zunächst stört die kürzere Flugzeit ein wenig, DJI wirkt hier immerhin mit deutlich günstigeren Akkus zum Wechseln dagegen. Die Geschwindigkeit und Wendigkeit sind auf den Punkt und top. Kritik muss die DJI Mavic Air im Test allerdings für das neue Funksystem aushalten: Dieses wird nun nicht mehr über leistungsstarke Funkfrequenzen, sondern über WLAN abgewickelt, was die Reichweite zunächst einschränkt – soweit ok. Allerdings herrscht gerade in Städten wie Monaco eine Vielzahl an WLAN-Netzwerken. So dass die DJI Mavic Air im Test Verbindungsprobleme hatte – und das bei unter 50 Metern Luftlinie Entfernung.

Fazit

Wer nicht in Städten oder sehr weit weg fliegt, wird damit aber klarkommen. Denn ansonsten macht die Air alles gleich gut oder besser als der Quasi-Vorgänger. Sie ist aber rund 300€ günstiger und eben viel kompakter.

 

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