Sony 135mm f/1.8 G Master im Test

Sony 135mm g master test testbericht f1.8 review

Eine Frage der Schärfe!

Mit dem neuen 135mm f/1.8 G-Master tritt Sony an, um in die Fußstapfen legendärer Objektive wie dem 135er Canon „Herren der roten Ringe“ zu treten. Dafür wird alles aufgefahren, was die Wissenschaft hergibt.

Hochzeits- und Fashion- und Reportagefotografen, versammelt euch, denn es gibt einen neuen Stern am Himmel der lichtstarken Teleobjektive: Sony erweitert seine G-Master-Serie um eine 135mm-Brennweite. Von einem Stern kann man getrost sprechen, denn: Es ist scharf geworden, sehr scharf sogar. Die Features, auf die Sony setzt, sind zahlreich: ED- Super ED- und XA Elemente sollen für eine nahezu perfekte Bildqualität sorgen. Dazu kommt eine Nano-AR Vergütung, die Flares im Gegenlicht vollkommen eliminieren soll. Und der sogenannte Floating AF darf direkt in einem für maximale Auflösung, eine starke Naheinstellgrenze und die fixe und leise Scharfstellung sorgen. In der Präsentation ließ es sich Sony nicht nehmen, im Vergleich zu anderen Objektiven die Messwerte sprechen zu lassen. Fazit: „Das beste 135mm hört nun auf den Namen G-Master.“

Das Sony 135mm f/1.8 im Test: Wunsch trifft auf Realität!

So leicht lassen wir das natürlich nicht durchgehen. Und wenn Objektive mit solchen Superlativen angekündigt werden, ist man als Tester natürlich versucht, ganz genau hinzusehen. Wir hatten in Schottland auf einem malerischen Schloss dazu bereits die Gelegenheit. Beim in-die-Hand-nehmen folgt der erste haptische Eindruck: Das 135er ist sehr kompakt geworden und bleibt so leicht, dass es mit den Sony-Vollformatkameras ausgezeichnet harmoniert. Auch sonst überzeugt die G-Master-typische Verarbeitung aus Metall. Es gibt einem Blendenring, der auf Wunsch in Stufen einrastet oder weich durchläuft und anpassbare Knöpfe am Objektiv. Auch ein AF-Limiter ist verbaut.

Das 135mm eignet sich perfekt für Detailfotos aus einigen Metern Entfernung.

Im Shooting-Test mit Alpha 7RIII und Alpha 9 begeisterte uns der Autofokus. Er ist in erster Instanz schnell, was für Indoor-Sportfotografen eine gute Nachricht ist. Dabei bleibt die Kamera-Objektiv-Kombi sehr treffsicher. Erfasst der AF einmal das Auge, entstehen gestochen scharfe Bilder, die in ihrer Detailfülle dem einen oder anderen Retuscheur Kopfzerbrechen bereiten werden. Das gilt für die Mitte wie für die Ecken gleichermaßen. Ausschuss gibt es eigentlich nur, wenn es wirklich sehr schnell zur Sache geht, was aber auch eher auf die Bedienung zurückzuführen ist. Dafür neigt das neue Sony zu unvorteilhaften Flares, wenn die Sonne seitlich hineinscheint. Ist die mitgelieferte Gegenlichtblende aufgesetzt, erledigt sich das Problem aber sofort.

Sony 135mm Test – die Softskills

Doch mindestens genauso wichtig wie die Schärfe war Sony das Bokeh. Weich und rund soll es sein und auch abgeblendet so bleiben. Und nach unserem ersten Praxistest sagen wir auch hier: Mission erfüllt! Die Hintergrundunschärfe ist mit die Beste, die wir in den letzten Jahren sehen durften. Dazu tragen natürlich auch die elf Blendenlamellen ihren Teil bei.

Das Bokeh schmeichelt dem Motiv. Sony richtet das 135mm explizit auf Hochzeitsfotografen aus

Bleibt schließlich die Frage, ob das Sony das perfekte 135mm-Objektiv ist. Wir finden: ja, wenn perfekt absolute Höchstleistung in allen messbaren Disziplinen bedeutet. Ein Problem hat das Objektiv allerdings – oder besser gesagt, die Käufer: Mit rund 2.000 Euro ist auch das neunte G-Master eine Investition, die einige Überlegungen voraussetzt. Das Sigma 135er Art für den E-Mount gibt es immerhin schon für 700 Euro weniger und die Art-Serie ist besteht schließlich auch aus gläsernen Meisterwerken. Vertreter des Credos „Geiz ist Geil“ werden daher bei Sony diesmal nicht fündig – hier gilt „Performance first, Preis second“. Und das ist auch gut so.

Hier gelangst du zum Sony 135mm f/1.8 GM aus dem Test und hier zum Sigma 135er.

In Kombination mit der Alpha 7RIII begeistert die fast grenzenlose Schärfe. Ohne Augen-AF wäre sie aber schwer zu treffen.

Du möchtest auch endlich bessere Bilder machen und alles aus deiner hochwertigen Technik herausholen? Dann melde dich doch für ein Einzelcoaching!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.