Canon EOS R im Test

Canon EOS R im Test

Canon EOS R Test 5 Ruben Schäfer

Canon erfindet sich nach fast 30 Jahren EOS wieder neu und bringt mit der EOS R den ersten Vertreter der nächsten Generation auf den Markt. Was uns erwartet und warum ich zukünftig auf R setze.

Seit Jahren wartet die Foto-Welt schon auf den ersten Vertreter des Canon Spiegellos-Vollformats und lange wurde gerätselt, wie Canon mit dem Objektivthema umgehen möchte. Seit September wissen wir: Eine neue Welt wird geschaffen, neue Kameras, neue Objektive, neues Bedienkonzept, neue Adapter – die einzige Verbindung in die Vergangenheit. Und auch wenn einige Canon nun anhand des Datenblattes vorwerfen, alles vergeigt zu haben, muss man das RF-System als Ganzes betrachten. Die EOS R ist eine der spannendsten Neuheiten des Jahres. Wer möchte findet übrigens weiter unten ein RAW zum Download und spielen 🙂

Canon EOS R Test 5 Ruben Schäfer

Kollegin Charlotte stellt fest: Die EOS R hat ein Klappdisplay. 🙂

Canon EOS R – mein Test

Halten wir fest: Die Test-Canon EOS R ist zwar in vielen Bereichen neu, kann ihr Erbe aber nicht ganz verstecken – im Herzen ist sie eine EOS 5D Mark IV. Ich finde; eine gute Nachricht. Das Äußere ist allerdings flammneu: Canon verbaut im abgedichteten Gehäuse ein dreh- und schwenkbares Touch-Display, einen individuell anpassbaren elektronischen Sucher und ein LCD auf dem Kamera-Rücken. Die Kamera-Modi werden in Zukunft darüber eingestellt. Leider gibt es kein Rädchen für den Daumen und keinen Joystick – alles macht das Display.

Canon EOS R Test 6

Dafür gibt es nun eine Touchbar, die sich programmieren lässt, hier findet etwa der ISO Platz. Als Autofokus kommt Canons DualPixel AF zum Einsatz und sorgt dafür, dass die Kamera sehr schnell und sogar in fast völliger Finsternis noch scharfstellt. Sehr praktisch auch im Video, das mit 4K aufgezeichnet wird. Leider aber mit einem 1,7-fachen Crop, zudem verzichtet Canon auf eine eingebaute optische Stabilisierung. Der ISO reicht von 100 bis 40.000. Acht Bilder kann die Kamera in Reihe aufnehmen, leider aber ohne nachführenden Autofokus, mit sind es unter fünf. Der AF ist dafür auch im Stande, Augen zu erkennen und perfekt scharfzustellen. Das Highlight des neuen Systems sind aber insbesondere die Objektive – ein 28-70 f/2 und ein so scharfes 50er f/1.2 gibt es nur für Canon RF.

Bildqualität der EOS R

Getestet habe ich die Kamera auf dem Weihnachtsmarkt in Bonn und beim Canon Pro Forum. Die EOS R liefert in Etwa die gleiche Qualität wie die EOS 5D Mark IV. Dazu gehört auch das DualPixelRaw, mit dem sich nachträgliche Fokuskorrekturen vornehmen lassen. In meinem Praxistest war ich von der Bildqualität genau so überzeugt wie schon beim ursprünglichen „Organspender“. Was mich absolut überzeugt ist der Autofokus, der bei schwachem Licht besser arbeitet, also bei jeder anderen Kamera, die ich kenne. Dazu kommt noch das leise Auslösen – die perfekte Reportagekamera. Bei meinem Test mit der Canon EOS R fiel mir auch auf, dass sie extrem gut in der Hand liegt – nach meinem Ermessen besser als eine Sony DSLM. Besonders muss auch der Adapter gelobt werden: Die EF-Objektive funktionieren an der EOS R besser als je zuvor!

Das hat mir gefallen: Canon erfindet sich neu und der Mut hat sich ausgezahlt. Porträt-, Reportage- und Landschaftsfotografen können sich heute schon freuen, dank dem tollen Autofokus, der hohen Bildqualität und insbesondere der grandiosen Objektive. Die neue Steuerung ist spannend und intuitiv. Das Gehäuse ist sehr gut verarbeitet und gegen Wettereinflüsse geschützt. Besonders heiß ist auch der Preis.

Hier besteht Nachbesserungsbedarf: Ein interner Bildstabilisator wäre zum Beispiel schön. Oder ein zweiter Speicherkarten-Slot. Der Crop bei 4K-Video ist auch nicht mehr zeitgemäß.

 Canon EOS R Test Ruben Schäfer Fotograf Bonn Canon EOS R Test Ruben Schäfer Fotograf Bonn

PS: Hier findet Ihr ein RAW-File der EOS R zum Spielen 🙂 HIER könnt ihr sie euch bei Amazon anschauen. wenn ihr fotografieren lernen möchtet oder eine Kaufberatung haben wollt, meldet euch gerne 🙂

 

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